Wie Sie Schimmel in der Wohnung ganz einfach vermeiden

Winterzeit ist Schimmelzeit: Wenn draußen die Temperaturen sinken, steigt in der Wohnung die Luftfeuchtigkeit. Wer clever heizt und lüftet, für den sind Schimmelpilze kein ­Problem.

 

Mit diesen sieben Tipps ersparen Sie sich feuchte Wände und gesundheitliche Probleme.

Wo Menschen leben, da entsteht Feuchtigkeit. Zum Beispiel durchs Atmen, Duschen oder Kochen. Schimmel bildet sich immer dann, wenn die Feuchtigkeit nicht aus einem Raum entweichen kann. Dann setzt sie sich an den kühlsten Stellen im Zimmer ab: in den Ecken, an den Außenwänden oder über den Fenstern. Früher konnte Feuchtigkeit durch undichte Fenster oder Wände nach draußen entweichen; daher war Schimmel nicht so ein großes Problem. Heute halten moderne Wohnhäuser Wärme drinnen und Kälte draußen. Das ist für unseren Wohnkomfort von Vorteil – erfordert aber ein Umdenken beim Heizen und Lüften.

Luftfeuchte kontrollieren

Warme Luft bindet mehr Wasser. Je niedriger die Raumtemperatur, desto häufiger muss gelüftet werden. Eine relative Luftfeuchte von 40–60 % ist ideal – kontrollieren Sie die Luftfeuchte mit einem Hygrometer.

Stoßlüftung statt Kipplüftung

Sorgen Sie für einen kurzen, kräftigen Durchzug durch das Öffnen aller Fenster und Türen; im Winter 5 Minuten, bei milderen Temperaturen 10–15 Minuten lüften. Im Idealfall mindestens drei Mal täglich.

Nichts an die Außenwände stellen

Gegenstände wie Möbel etc. sollten immer ­Abstand zur ­Außenwand haben, damit Luft ­zirkulieren und ­die Wand trocknen kann. Bei neueren Häusern (nach 1995) sollten Sie 5 cm Abstand zur Außenwand halten, bei älteren (vor 1995) 10 cm Abstand – besonders bei Möbeln mit geschlossenem Sockel. Im Idealfall stehen Möbel an den Innenwänden.

Feuchte Räume geschlossen halten

Durch Kochen, Baden oder Duschen entsteht viel Wasserdampf. Achten Sie darauf, dass dieser nicht in den Rest der Wohnung gelangt, und lüften Sie Küche und Bad separat.

Konstant heizen

Sorgen Sie für eine konstante Mindesttemperatur von 18–20 °C. Das ist günstiger als das abendliche Aufheizen der Wohnung, da die Wände nicht auskühlen.

Jeden Raum einzeln heizen

Wer kühlere Nebenräume durch offene Türen mitheizen will, zahlt mehr und erhöht das Schimmelrisiko. Denn strömt die warme, feuchte Luft in die unbeheizten Nebenräume, schlägt sie sich dort an den kühlen Wänden nieder. Halten Sie die Türen also geschlossen und regeln Sie die Temperatur mit der jeweiligen Raumheizung.

Halten Sie die Heizkörper frei

Vorhänge oder Möbel vor den Heizkörpern ­be­hindern die Wärmeverteilung im Raum und steigern zugleich den Wärmeverlust nach außen.

In unserer Broschüre

„Auf gutes Klima“ finden Sie ausführliche Hintergrundinformationen und Tipps zum Thema Schimmel­vermeidung. Gerne können Sie sich ein Exemplar in ­unserer Geschäftsstelle abholen, per Post anfordern oder online herunterladen auf: www.gwu-eck.de/service/downloads