Vorsicht vor Betrügern an Ihrer Haustür

Vermeintliche Handwerksleistungen oder Verkaufsschnäppchen, Internetanschlüsse, wo es schon welche gibt, oder sonstige Betrugsversuche – die Ideen von Haustürbetrügern werden immer ausgefallener. Aus aktuellem Anlass möchten wir Ihnen einige Tipps an die Hand geben, wie Sie sich vor einem Betrug an Ihrer Haustür schützen können.

Es ist besonders in größeren Städten immer wieder ein Problem: der Haustürbetrug. Ein Klingeln – und dann wird man überrumpelt. Mit einer angeblich notwendigen Handwerksleistung, einem vermeintlich günstigen Angebot für ein Haushaltsgerät, Schmuck oder schnellen Internetanschluss. Die Maschen der Betrüger wechseln ständig, passen sich neuen Trends an und dienen dem Ziel, irgendwie zum Geld der Opfer zu führen. Besonders häufig werden Senior*innen zum Ziel, sind diese doch tagsüber viel zuhause.

Da Haustürbetrüger verschiedene Tricks benutzen, raten wir Ihnen zu genereller Vorsicht. Seien Sie lieber einmal zu skeptisch als jemanden aus Höflichkeit hineinzubitten, den Sie nicht kennen.

Tipps für den Fall unbekannter Besucher

  • Schauen Sie vor dem Öffnen der Tür immer durch den Türspion oder das Fenster. Öffnen Sie die Tür erstmal nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
  • Lassen Sie sich grundsätzlich den Dienstausweis zeigen – egal, ob von Technikern, Vertretern oder sogar Polizei und Feuerwehr.
    Prüfen Sie den Ausweis im Licht sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Suchen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde aus dem Telefonbuch oder dem Internet heraus und rufen Sie dort an, um sich zu vergewissern.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn bspw. eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wenn der Besucher Sie überrumpeln will: Wehren Sie sich energisch, sprechen Sie laut oder rufen Sie um Hilfe.
  • Treffen Sie mit Nachbarn die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig zu unterstützen.
  • Niemals würden Banken, Sparkassen, Polizei oder andere Behörden Ihnen „Geldwechsler“ oder „Falschgeld-Prüfer“ ins Haus schicken. Verständigen Sie über das Auftauchen derartiger Personen umgehend die Polizei.
  • Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.
  • Nehmen Sie für Nachbarn nichts ohne deren ausdrückliche Ankündigung entgegen, zum Beispiel Nachnahmesendungen oder Lieferungen gegen Zahlung.
  • Geben Sie keine Unterschrift für angebliche Geschenke oder Besuchsbestätigungen.
  • Wechseln Sie niemals Geld an der Haustür (Falschgeld).

Vertreter an Haustüren in Kiel

Aktuell häufen sich die Hinweise auf Vertreter in unseren Kieler Wohnungen, die angeblich für Vodafone oder Telekom unterwegs sind und Ihnen teure Internetverträge oder Glasfaser anbieten.

In dem Fall:

  • Das GWU würde Ihnen immer vorab eine Info zukommen lassen, wenn Handwerker oder Techniker entsendet werden. Schließen Sie also auch hier nichts an der Haustür ab, was Sie nicht wirklich haben wollen. Internetverträge sind i. d. R.günstiger, wenn man Sie im Geschäft oder online abschließt.
    Hinweis: Wenn Sie kein Internet nutzen, sondern bspw. nur TV oder Telefon, benötigen Sie weder Glasfaser, noch Router, Modem oder andere internetbasierte Systeme.
  • Unterschreiben Sie niemals ein Dokument an der Haustür, vor allem nicht unter Druck. Lassen Sie sich Unterlagen geben, die Sie in Ruhe und bestenfalls gemeinsam mit einer Vertrauensperson prüfen können.
    Wenn die Vertreter Ihnen dafür eine Ausrede vorlegen, können Sie sicher sein: Das Angebot ist nicht gut.
  • Zahlen Sie nie per Vorkasse.

Bei Unklarheiten können Sie sich gern jederzeit an uns unter 04351-7575 0 wenden.

Achten Sie auf sich und auf Ihre Eltern oder Großeltern, Nachbarn etc.