Perfekte Alternativen für Quinoa und Co

Es ist seit einiger Zeit in aller Munde: „Superfood“ hat den Ruf, besonders gesund zu sein. Besonders teuer ist es allemal, denn nicht selten wird das Superessen zunächst um die halbe Welt transportiert, bis es in der heimischen Küche landet. Dabei gibt es genug Alternativen, die lecker und regional sind. Und man darf „Lebensmittel“ zu ihnen sagen.
Super!

Körnige Vielkönner

Vielen Leuten sind Chiasamen mitt­lerweile ein Begriff. Wer sich allerdings nicht vegan ernährt, der kann Chiasamen gesund und preiswert ersetzen: Leinsamen enthalten viel Calcium und Eiweiß, sind perfekt fürs Müsli und zu Öl gepresst besonders reich an Omega-3-Fettsäuren. Als Getreideersatz ohne Gluten (Klebeeiweiß) gilt derweil Quinoa aus den südamerikanischen Anden: Hirse besitzt diesen Vorteil ebenfalls – und stammt aus heimischem Anbau.

Tipp: Ihre sättigende und verdauungsfördernde Wirkung entfalten Leinsamen nur in aufgebrochener Form, also geschrotet. Mehr als 2–3 EL täglich sind allerdings zu viel des Guten!

Grün hält gesund

Weizengras, das als Saft, Pulver oder in Tablettenform in den Regalen steht, ist reich am Farbpigment Chlorophyll, das zur Entgiftung von krebserregen­den Substanzen beitragen, die Wund­heilung und Verdauung fördern soll. Das Gute: Der grüne Pflanzenstoff steckt wortwörtlich in grünem Gemüse wie Brokkoli oder Grünkohl. Überhaupt gehören Kohlsorten in jeden ausge­wogenen Ernährungsplan.

Tipp: Im Gegensatz zu Tomaten, Karotten oder Zwiebeln kommt grünes Gemüse hierzulande relativ selten auf die Teller. Nehmen Sie sich doch für den nächsten Einkauf vor, dass auch Brokkoli, Grünkohl oder Spinat den Weg in den Einkaufskorb finden – ob frisch oder tiefgekühlt.

Erweisen Beerendienste

Kennen Sie die Goji-Beere? ­Müssen Sie auch nicht! Die Schwarze Johannis­beere ist ebenso reich an Vitaminen – und sogar wesentlich ärmer an ­Kalorien! Auch die Acai-Beere kann getrost im Regenwald bleiben: ­Heidelbeeren, ­Sauerkirschen und Schwarze Johannis­beeren enthalten wie die Acai-Beere den Pflanzenstoff Anthocyan, der schlank machen und gegen Krebs wirken soll. Dazu gibt’s viele Proteine, Calcium und Vitamine.

Tipp: Lagern Sie Sommerbeeren und Kirschen (inkl. Stängel) immer kühl, so halten sie sich bis zu drei Tage lang. Sind einzelne Exemplare matschig oder schimmelig, am besten sofort aussortieren.